Pionier der Fotografie, Bergsteiger und Künstler: Der Genfer Fotograf Fred Boissonas wurde 1900 für seine makellose Aufnahme des Mont Blanc weltweit berühmt. Im Auftrag eines englischen Lords reiste er drei Jahre später nach Griechenland, um die Landschaft, die Menschen und die antiken Stätten zu fotografieren. Dabei entwickelte er eine Faszination für das Land, seine Geschichte und seine Menschen und kehrte mehrmals nach Griechenland zurück. Boissonas bereiste den Peloponnes, die Ionischen Inseln, die Ägäis, Epirus und Mazedonien. Im August 1913 bestieg er zusammen mit dem griechischen Holzfäller Christos Kakkalos den Olymp. Das ist die erste dokumentierte Besteigung des höchsten Gipfels Griechenlands.

90 Bilder aus den Reisen Boisssonas’ in Griechenland werden in der wunderschönen Rizareios Webkunstschule im Dorf Monodendri in Zagori ausgestellt. Auf unserer Reise ins „Land hinter den Bergen” haben wir Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen.

Boissonas’ Begleiter, der Kunsthistoriker Daniel Baud-Bovy sagte 1919: „Viele Jahre lang galt Griechenland als einer dieser toten Sterne, deren Strahlen uns durch die Jahrhunderte und den Weltraum immer noch erreichen. Archäologen und Kunsthistoriker sahen nur die Ruinen […]. Wo andere nicht hingingen, entdeckten wir eine Natur und ein Volk. Und seitdem haben wir uns vorgenommen, uns nicht nur mit der Pracht der antiken Denkmäler zu beschäftigen, sondern auch die sie umgebenden Landschaften, die Menschen, die ihre täglichen Zeugen sind, kennenzulernen.“ 100 Jahre später, hätten wir bei eleniki diese Vision nicht besser formulieren können!

(Mit Informationen aus der Website der Rizareios Webkunstschule und der Zeitschrift 1843)