Wolfgang und Susanne Offenbeck aus Karlsfeld nahmen im September 2022 an der Reise ins Land hinter den Bergen teil. Was hat sie dazu bewegt? Was waren die schönsten Erlebnisse und was hat sie dabei überrascht? In einem Gespräch mit Eleniki hat Wolfgang seine Eindrücke von der Reise geteilt.
Was war Eure Erwartung an die Reise?
Obwohl wir nicht so oft dort waren, sind Susi und ich Griechenland-Fans. Es gibt dort ja wunderbare Sehenswürdigkeiten und die Menschen sind freundlich und entspannt. Wir waren aber bisher überwiegend zum Badeurlaub dort gewesen, praktisch immer an der Küste. Die Reisebeschreibung auf der Website verspricht eine Mischung aus Kultur, Natur und Menschen. Die Möglichkeit, was Neues zu entdecken und die Empfehlung einer guten Freundin, die auf einer früheren Reise von Eleniki dabei war – das alles hat uns sehr angesprochen. Und so waren wir beide sehr schnell der Meinung, wir sollten da mitreisen.
“Die Natur ist einzigartig – so was habe ich auf meinen vielen Reisen noch nicht gesehen”
Was hat Euch denn am meisten gefallen?
Für uns und für die ganze Gruppe war es wunderbar, wie charmant Elena, die Reiseleiterin, uns ihr Land nahegebracht hat. Elena hat so ein breites Wissen – und das ist das Schöne auf so einer Reise: Es entstehen viele Fragen und wir hatten viele Gelegenheiten – beim Abendessen, in den Wanderungen oder im Reisebus – diese Fragen zu diskutieren. Das hat uns ganz besonders gefallen. Daneben ist die Natur einzigartig.
Die tiefe Schlucht in Zagori mit dem Voidomatis-Fluss, der sich durch die Landschaft schlängelt, und die vielen Bergdörfer – so was habe ich auf meinen vielen Reisen noch nicht gesehen. Ein weiteres Highlight war es, in Ioannina und Thessaloniki die Lebensfreude der Griechen zu erleben. Das hat uns sehr fasziniert. Nach Thessaloniki müssen wir noch mal hinfahren.

Wie hat sich das Reisen in der Gruppe angefühlt? Gab es Situationen, in denen die Teilnehmer unterschiedliche Bedürfnisse hatten?
Beim Wandern waren die Bedürfnisse und das Niveau der Teilnehmer schon unterschiedlich. Aber dadurch, dass uns jederzeit zwei Begleiter und der Fahrer mit unserem Reisebus zur Verfügung standen, konnte sich die Gruppe bei den Wanderungen immer wieder zeitweise aufteilen, unkompliziert und vorteilhaft. Falls diese Flexibilität mit höherem Organisationsaufwand für Elena verbunden war, dann haben wir davon überhaupt nichts mitbekommen.
Hattet Ihr auch überraschende Erlebnisse?
Es hat uns positiv überrascht, dass wir fast alle Mahlzeiten gemeinsam eingenommen haben und diese im Preis inkludiert waren. Sogar Wein, Bier und andere Getränke waren inklusive. Das ist ja bei solchen Reisen ungewöhnlich, normalerweise sind zwei-drei Mahlzeiten dabei und den Rest muss man selber aussuchen und bezahlen. Das war vor allem deswegen schön, weil wir dadurch an besondere Orte gekommen sind. Wir hatten z.B. Forelle am Fluss, einen Picknick bei herrlicher Aussicht und Meeresfrüchte am Meer. Wir haben nach Trüffeln gesucht und einmal mit der Hotelwirtin zusammen unser Abendessen zubereitet.

In der Taverne Fysa Rufa in Ioannina standen die Leute Schlange vor dem Lokal und warteten, bis ein Tisch frei wird. Da wussten wir, das ist ein Lokal, das auch die Einheimischen sehr mögen. All das hätten wir alleine nicht entdeckt. So haben wir ausgezeichnet gegessen und Gerichte gekostet, die wir alleine vermutlich nie ausgesucht hätten.
Zwischendrin hatten wir dennoch die Zeit, alleine, ohne die Gruppe, einen Spaziergang am See zu machen, einen Kaffee trinken zu gehen oder Mitbringsel einzukaufen.

Wie würdest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis der Reise bewerten?
Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Reise ist sehr gut. Zum einen, weil das gesamte Essen und Trinken im Preis inkludiert ist. Wir hatten vor Ort so gut wie keine Ausgaben. Zum anderen hatten wir mit Elena und den örtlichen Reiseleitern immer eine doppelte Begleitung. Elena hat uns bereits ab Ankunft am Flughafen mit ihrer wunderbaren, empathischen, geduldigen Art begleitet.
“Die Reise ist für alle interessant, die mit offenen Augen und interessiert durch die Welt gehen.”
Die zwei örtlichen Reiseleiter in Ioannina und Thessaloniki sowie der Bergführer waren auch ganz besondere Menschen. Jeder hat uns auf seine Art ein Fenster zur jeweiligen Gegend geöffnet. Es war alles perfekt organisiert und all unsere Begleiter, der Busfahrer und die Menschen, die wir vor Ort kennen gelernt haben, waren nette, freundliche Menschen.
Für wen ist diese Reise am ehesten interessant, Deiner Meinung nach?
Die Reise ist für alle interessant, die mit offenen Augen und interessiert durch die Welt gehen, unabhängig vom Alter. Ioannina, Zagori, Thessaloniki – das sind Orte, die mit der Geschichte Europas und ihren Höhen und Tiefen viel zu tun haben. Hier kann man die lokale, traditionelle Art des Lebens, Wohnens, Arbeitens und Feierns erleben. Das Ganze aber verbunden mit überraschenden, modernen Seiten Griechenlands.


Ein schönes Beispiel dafür ist Ioannina, mit einem starken Kontrast zwischen einerseits der osmanischen Vergangenheit, die überall sichtbar und präsent ist, und andererseits der modernen, lebensfrohen, jungen Bevölkerung, die abends die Straßen und die Cafés füllt. Offenheit, Aufgeschlossenheit, Lockerheit… das sind Dinge, die man mit nach Hause nehmen kann.
“Man lernt auch etwas im Herzen. Und das ist für mich bei einer Reise das Schönste.”
Dabei bietet die Reise ungeheure Möglichkeiten, sich in einzelne Aspekte zu vertiefen – sei es die Landschaft, die Pflanzen, die Küche mit ihren Rezepten, die Weine oder die Geschichte – sowohl die Antike als auch die Moderne -, aber auch die ganz aktuelle Situation, wie es heute nach der schwierigen Wirtschaftskrise mit der Gesellschaft und der Wirtschaft steht… Die Reise bietet so viele spannende Facetten, dass jeder auf seine Kosten kommt. Ich fand diese Mischung sehr lohnend, sodass ich die Reise uneingeschränkt empfehle. Man fährt heim und man hat nicht zwei schöne Wochen erlebt, sondern man hat auch etwas gelernt, aber nicht nur im Kopf, sondern auch etwas im Herzen. Und das ist für mich bei einer Reise das Schönste.